Die Sache mit den Nährstoffen

Angefangen habe ich früh, und das war die gute Entscheidung. Als ich das erste Mal Blut abnehmen ließ, wusste ich schon, dass ich innerhalb der nächsten zwei Jahre schwanger werden wollte, ein konkreter Plan war es aber noch nicht. Zehn Laborwerte habe ich damals bestimmen lassen, für knapp 150 Euro, und ich fand mich dabei ziemlich vorbereitet.

Was danach kam, war die schlechte Entscheidung. Ich habe acht Monate lang acht Präparate genommen und dafür rund 476 Euro ausgegeben. Am Ende folgte genau eines davon einer offiziellen Empfehlung. Bei sieben lag ich darüber, teilweise deutlich, und bei dem einen Nährstoff, für den es in meiner Situation eine klare Empfehlung gibt, lag ich bei null. Ich ernähre mich vegan, und ausgerechnet B12 stand nicht auf meiner Liste, weil mein Ausgangswert hoch war und ich das als Entwarnung gelesen habe. Er kam aus den Drogerie-Kombiprodukten, die ich vorher jahrelang unregelmäßig genommen hatte, ohne je nachzulesen, was darin war.

Der Fehler war eigentlich nie, dass ich etwas genommen habe. Der Fehler war die Reihenfolge: Ich habe gekauft, bevor ich geklärt hatte, wer meine Laborwerte überhaupt einordnet. Und ehrlich gesagt hat sich dafür am Ende auch niemand gefunden.

Die Sache mit den Symphysenschmerzen

Von Symphysenschmerzen hatte ich bis zur 33. Schwangerschaftswoche noch nie gehört, obwohl ich jahrelang Mütter auf Social Media verfolgt habe. Dort wird halt meistens das Leben gezeigt, in dem alles easy funktioniert. Dann kamen die Schmerzen an einem Nachmittag beim Gehen, wurden über Wochen schlimmer und wanderten langsam nach unten, und irgendwann konnte ich morgens kaum aufstehen.

Meine Frauenärztin hat mir eine Rückenorthese verschrieben, die den Bauch angenehm gestützt, an den Schmerzen aber nichts geändert hat. Dreimal war ich bei der Krankengymnastik, und meine Hebamme hatte mir noch Symphytum Globuli und Gummibärchen mit Gelatine empfohlen. Die waren zwar lecker haha, aber einen Unterschied hat davon nichts gemacht. Alle sagten mir, dass das in der Schwangerschaft normal sei. Das hat meine Angst eher größer gemacht, weil es sich anfühlte, als könnte ich sowieso nichts tun.

In der 38. Woche kam dann der Gedanke, aus dem Beckenfit geworden ist. In der Krankengymnastik ging es darum, die Muskulatur rund ums Becken zu stärken, und das geht viel besser, wenn man gerade nicht schwanger ist. Meine Physiotherapeutin fand die Idee richtig, und ich habe angefangen, daraus einen Trainingsplan für die Zeit vor einer zweiten Schwangerschaft zu entwickeln. Selbst durchgezogen habe ich ihn noch nicht, bei mir hat nach der Geburt erst einmal die Rückbildung Vorrang. Mein Plan ist, ungefähr vier Monate nach der Geburt anzufangen.

Was ich bin und was ich nicht bin

Ich bin keine Ärztin, keine Ernährungsberaterin und keine Physiotherapeutin, und ich schreibe das überall dazu, wo es wichtig ist. Was ich habe, ist eine Menge Recherche, zwei Guides, in denen jede Zahl an ihrer Quelle hängt, ein Trainingsplan, den ich mit meiner Physiotherapeutin abgestimmt habe, und die Erfahrung, beide Themen selbst falsch angefangen zu haben.

Was ich nicht kann, ist Deine Laborwerte einordnen, Dir eine Menge nennen oder Dir sagen, was Dir helfen wird. Diese Entscheidungen gehören zu Deiner ärztlichen Betreuung, und in beiden Guides steht das genauso deutlich wie hier.

Wie ich arbeite

Das sind die fünf Regeln, an die ich mich in jedem Text halte, im Blog wie in den Guides.

Wenn Dir ein Fehler auffällt

Ich prüfe meine Texte mehrfach, und trotzdem kann sich etwas einschleichen, besonders bei Zahlen, die von Fachgesellschaften irgendwann überarbeitet werden. Wenn Dir eine Stelle auffällt, die nicht stimmt, schreib mir an support@vorbereitet-schwanger.de. Über jeden Hinweis, der einen Text richtiger macht, bin ich froh.

Wichtiger Hinweis: Nichts auf dieser Seite und in meinen Guides ist eine medizinische Diagnose, eine Behandlung oder eine Dosierungsempfehlung für Deine persönliche Situation. Sprich über Laborwerte, Präparate, Mengen und über Training bei bestehenden Beschwerden mit Deiner Ärztin oder Deinem Arzt beziehungsweise mit einer Physiotherapie.