Wenn Du Dich fragst, ob gezieltes Training Symphysenschmerzen in einer zweiten Schwangerschaft wirklich komplett verhindern kann: Die kurze Antwort ist nein, das kann Dir niemand seriös versprechen. Die längere Antwort, warum das für mich trotzdem kein Grund war, es nicht zu versuchen, findest Du hier.
Was ich mir von der Recherche erhofft hatte
Mir war eigentlich schon vorher klar, dass es keine Garantie dafür geben kann, Symphysenschmerzen mit einem speziellen Training komplett zu verhindern. Dafür sind Körper einfach zu unterschiedlich. Aber ich konnte mir vorstellen, dass man mit der richtigen Vorbereitung zumindest die Wahrscheinlichkeit oder das Ausmaß der Beschwerden reduzieren kann. Genau das wollte ich mit meiner Recherche herausfinden.
Warum mich das Ergebnis nicht enttäuscht, sondern ermutigt hat
Nach der Recherche war ich nicht enttäuscht, sondern eher ermutigt. Zu wissen, dass man wenigstens etwas vorbeugend tun kann, auch ohne die Garantie auf komplette Schmerzfreiheit, war für mich schon genug. Weil die Schmerzen in meiner ersten Schwangerschaft so schlimm waren, hätte ich ohnehin einiges versucht, auch ganz ohne Schmerzfrei-Garantie.
Was die Studienlage tatsächlich hergibt
Eine systematische Übersichtsarbeit zu stabilisierenden Übungen bei Becken- und Symphysenschmerzen zeigt vielversprechende, aber noch nicht abschließend gesicherte Ergebnisse. Das heißt: Es gibt Hinweise darauf, dass gezieltes Training helfen kann, aber keine ausreichend starke Evidenz, um eine vollständige Verhinderung zu versprechen. Wer Dir das Gegenteil verspricht, verspricht mehr, als die aktuelle Forschung hergibt.
Quellen zu diesem Artikel
- Almousa, Lamprianidou & Kitsoulis (2018): systematische Übersichtsarbeit zur Wirksamkeit stabilisierender Übungen bei Becken-/Symphysenschmerzen in und nach der Schwangerschaft.
- Wuytack, Begley & Daly (2020): Scoping Review zu Risikofaktoren für schwangerschaftsbedingte Beckengürtelschmerzen.
Warum ich trotzdem an meinem Plan festhalte, ohne Garantie
Für mich war die Rechnung einfach: Wenn die Schmerzen so schlimm waren wie bei meiner ersten Schwangerschaft, ist selbst eine Verbesserung ohne hundertprozentige Sicherheit schon viel wert. Nichts zu tun und zu hoffen, dass es diesmal einfach nicht passiert, war für mich keine echte Alternative, gerade weil das Risiko einer Wiederkehr ja sogar erhöht ist, wenn man schon einmal betroffen war.
Was mir bei der Recherche aufgefallen ist
Was mich ziemlich überrascht hat: Ich habe kaum Angebote oder Produkte gefunden, die sich gezielt an Frauen richten, die genau in dieser Situation sind, mit Symphysenschmerzen-Erfahrung und Angst vor einer Wiederkehr in einer erneuten Schwangerschaft. Dabei sind so viele Frauen davon betroffen. Das war für mich mit ein Grund, warum ich meinen eigenen Trainingsplan überhaupt geteilt habe.
Was ich einer Frau sagen würde, die wegen fehlender Sicherheit zögert
Ich denke, das sollte jede Frau für sich selbst entscheiden, ob sie gezieltes Training versuchen möchte, abhängig davon, wie groß die eigene Angst ist und wie stark und einschränkend die Schmerzen in einer vorherigen Schwangerschaft waren. Eine Garantie wirst Du nirgends finden, aber das muss auch nicht die Voraussetzung dafür sein, es trotzdem zu versuchen.
Kein Versprechen, aber ein durchdachter Ansatz
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Bestehen bei Dir aktuell Beschwerden, oder bist Du unsicher, welches Training für Dich individuell geeignet ist, ersetzt kein Artikel und kein Trainingsplan die persönliche Einschätzung. Sprich in diesem Fall mit einer Physiotherapie oder Deiner Frauenärztin bzw. Deinem Frauenarzt.