Wenn Du Dich fragst, ob und wie schnell Symphysenschmerzen in einer zweiten Schwangerschaft wiederkommen können: Ich bin bei meiner eigenen Recherche zu einem Ergebnis gekommen, das mich ehrlich gesagt überrascht hat, und nicht unbedingt im positiven Sinne.

Warum ich dachte, es müsste beim zweiten Mal einfacher werden

Ich hätte eigentlich erwartet, dass eine zweite Schwangerschaft in dieser Hinsicht angenehmer wird, weil der Körper das schon einmal durchgemacht hat und quasi weiß, was auf ihn zukommt. Diese Annahme musste ich revidieren.

Was mich überrascht hat: früherer Beginn ist möglich

Dass die Schmerzen bei einer erneuten Schwangerschaft nicht nur wiederkommen, sondern unter Umständen sogar früher anfangen können, hat mich ziemlich überrascht. Das Hormon, das die Bänder im Beckenbereich lockert, wird schon früh in der Schwangerschaft ausgeschüttet, ein früherer Beginn der Beschwerden ist also grundsätzlich möglich. Patientinneninformationen von Kliniken weisen zudem darauf hin, dass die Beschwerden in einer erneuten Schwangerschaft ausgeprägter sein können als beim ersten Mal, insbesondere wenn schon vorher Rücken- oder Hüftprobleme bestanden. Wichtig ist mir aber, hier ehrlich zu bleiben: Belastbare Zahlen dazu, wie viel früher es im Durchschnitt losgeht, gibt es in der Forschung bisher nicht. Das ist eher eine klinische Beobachtung als ein hart belegter Fakt.

Quellen zu diesem Artikel
  • Royal Berkshire NHS Foundation Trust: Patienteninformation zu schwangerschaftsbedingter Symphysenlockerung (SPD), u. a. zur möglichen Verstärkung der Beschwerden in einer erneuten Schwangerschaft.Patient Information Leaflet
  • Kanakaris, Roberts & Giannoudis (2011): Update zu schwangerschaftsbedingten Beckenringschmerzen, u. a. zur Wiederkehr-Rate in einer erneuten Schwangerschaft.BMC Medicine

Warum mir die Dauer mehr Sorgen macht als der genaue Zeitpunkt

Am meisten Sorge macht mir natürlich grundsätzlich die Frage, ob die Schmerzen überhaupt wiederkommen. Aber auch der Gedanke, dass sie diesmal vielleicht einige Wochen länger andauern könnten als in meiner ersten Schwangerschaft, stelle ich mir im Alltag mit einem Kleinkind ziemlich herausfordernd vor. Damals konnte ich mich zurückziehen und schonen, sobald es nötig war. Mit einem kleinen Kind, um das man sich rund um die Uhr kümmern muss, ist das eine ganz andere Ausgangslage.

Was ich deshalb anders angehen will

Weil die Schmerzen möglicherweise früher anfangen könnten und ich nicht weiß, wann genau dieser Zeitpunkt sein wird, will ich erst recht versuchen, meinen Körper so früh wie möglich bestmöglich auf die körperlichen Veränderungen vorzubereiten. Lieber zu früh vorbereitet sein als zu spät.

Was ich Dir rate, wenn Dich diese Sorge gerade bewegt

Ich denke, man sollte sich nicht in der Angst verlieren, dass es diesmal noch früher losgehen könnte. Sinnvoller ist es, sich damit zu beschäftigen, was man vorbeugend tun kann, unabhängig davon, an welchem genauen Punkt der Schwangerschaft die Beschwerden dann tatsächlich anfangen.

Update-Hinweis: Diesen Artikel schreibe ich aus der Vorbereitung heraus, vor meiner zweiten Schwangerschaft. Sobald ich selbst weiß, wie es sich bei mir tatsächlich entwickelt, ergänze ich diesen Artikel um meine persönliche Erfahrung.

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Wann Du zusätzlich professionelle Unterstützung suchen solltest

Wenn bei Dir aktuell Beschwerden bestehen, unabhängig davon, in welcher Schwangerschaftswoche Du Dich befindest, ersetzt kein Artikel die individuelle Einschätzung. Sprich in diesem Fall mit einer Physiotherapie oder Deiner Frauenärztin bzw. Deinem Frauenarzt.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel stellt keine medizinische Diagnose oder Behandlung dar und ersetzt keine individuelle physiotherapeutische oder ärztliche Beratung. Bei bestehenden oder unklaren Beschwerden sprich vorab mit einer Physiotherapie oder Deiner Frauenärztin/Deinem Frauenarzt.